Potenzialanalyse

Die Potenzialanalyse ist Bestandteil von Programmen zur Berufsorientierung des BMBF und wendet sich an Schülerinnen und Schüler vor der Berufswahlentscheidung, i. d. R. der 7. Klassen von allgemeinbildenden Schulen. Mit der Potenzialanalyse sollen sie angeregt werden, sich mit ihren „Talenten“, ihren schon deutlichen Kompetenzen, aber auch den noch in ihnen „schlummernden“ Potenzialen auseinanderzusetzen. Im Vordergrund stehen dabei das persönliche Erlebnis: „Ich kann etwas!“, der Spaß daran, Anforderungen zu meistern und die Ermutigung, die eigene Entwicklung (mit) zu gestalten.

In handlungsorientierten Verfahren erhalten die Teilnehmenden die Möglichkeit eigene Kompetenzen auszuprobieren und eigene Fähigkeiten, Neigungen und Interessen zu identifizieren. Sie lernen diese in Bezug auf erste berufsübergreifende Anforderungen zu reflektieren.

Sie werden motiviert, sich mit eigenen Zielen in Beruf und Privatleben auseinanderzusetzen und ihre Kompetenzen im Sinne des lebenslangen Lernens weiter zu entwickeln. Die Ergebnisse der Potenzialanalyse dienen als Grundlage einer sich anschließenden individuellen Förderung, die die Schülerinnen und Schüler bei ihrer Kompetenzentwicklung gezielt unterstützt. Die Ergebnisse geben erste Hinweise auf berufliche Neigungen. Eine Berufswahlentscheidung entspricht nicht der Entwicklungsphase dieser Altersgruppe und ist deshalb zu diesem Zeitpunkt ausdrücklich nicht beabsichtigt.

Am Ende einer Potenzialanalyse erhält jede Schülerin und jeder Schüler ein Zertifikat und ein Kompetenzprofil mit detaillierten Beschreibungen von Förderempfehlungen. Als Dokumentationsinstrument gilt der Berufswahlpass.