Vertiefte Berufsorientierung für Schülerinnen und Schüler (BVBO)

Das Land Niedersachsen hat gemeinsam mit der Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen der Bundesagentur für Arbeit zum 01.08.2011 eine "Koordinierungsstelle Berufs-orientierung" im Niedersächsischen Kulturministerium eingerichtet. Diese stellt für die allgemein bildenden Schulen ein Angebot von qualitätsgeprüften Modulen (Projekten) zur vertieften Berufsorientierung bereit. Dieses ergänzt das Regelangebot von Schule sowie Berufsberatung und kann von den Schulen nach Bedarf und Kapazität abgerufen werden.

Folgende Module werden von der FAA Nord im Rahmen der vertieften Berufsorientierung in Niedersachsen angeboten:

 

Modul: Praktische Berufsweltorientierung

Welches Berufsfeld kommt in Frage?

Fundierte Berufsorientierung bedarf handlungspraktischer Erfahrungen! Das Kennenlernen der Atmosphäre und berufsspezifischer Tätigkeiten in Betrieben bietet einen Impuls für die Ausgestaltung der Suche und des Entscheidungsprozesses hinsichtlich beruflicher Perspektiven.

In typischen betrieblichen Arbeitszusammenhängen erhalten die Schüler einen Tag lang Gelegenheit sich an unterschiedlichen Stationen („Arbeitsplätzen“) zu erproben. Hier erhalten sie konkrete Arbeitsaufträge, deren Bearbeitung einen authentischen Einblick in unterschiedliche Berufsfelder erlaubt.

 Ziel ist es dasjenige Berufsfeld herauszufinden, welches den persönlichen Interessen aktuell am Besten entspricht. Diese durch praktische Erfahrung fundierte Eingrenzung auf ein bzw. wenige Berufsfeld(er) ermöglicht einen effektiven und konzentrierten weiteren Prozess der Berufsorientierung.    

 

Modul: Berufsfelderkundung

Welcher Ausbildungsberuf kommt in Frage?

Die Eingrenzung persönlich als sinnvoll betrachteter beruflicher Möglichkeiten auf ein oder wenige Berufsfeld(er) ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einer fundierten Berufswahlentscheidung. Für Schüler/innen, bei denen eine solche Fokussierung bereits stattgefunden hat, bietet dieses Modul die Gelegenheit einen vertiefenden Einblick in das bisher favorisierte Berufsfeld zu erhalten. Das bedeutet v.a. die jeweils – besonders auch regional – bedeutsamen Ausbildungsberufe kennenzulernen: Welche Berufe gibt es im Berufsfeld (z.B. Hotellerie/ Gastronomie)? Welche Tätigkeiten und Anforderungen werden dort jeweils gestellt? etc..   

Einem Vorbereitungstag, an dem die Schüler/innen auf die Berufsfelderkundung vorbereitet werden, folgen drei Tage im Betrieb (Erkundungstage). Hier lernen die Schüler/innen praxisorientiert wichtige Berufe des favorisierten Berufsfeldes kennen. Am abschließenden Auswertungstag werden die Ergebnisse gesichert mit dem Ziel der Eingrenzung des weiteren Orientierungsprozesses auf ein(en) oder wenige Beruf(e).   

 

Modul: Handlungsorientiertes Training für die Realisierung von Ausbildungswünschen

Wie können berufliche Ziele erreicht werden?

Die Entscheidung für einen Ausbildungsberuf konnte getroffen werden. Die Eignung und Neigung zur Bewältigung der beruflichen Anforderungen kann auf Grundlage des bisherigen Prozesses der Berufsorientierung als gesichert gelten. Damit ist eine wichtige Voraussetzung für die nun anstehende Suche nach einem Ausbildungsplatz und die erforderliche Selbstpräsentation im Bewerbungsprozess geschaffen worden.

Dieses Modul bereitet die Schüler/innen auf die anstehenden Herausforderungen der Ausbildungssuche und des Bewerbungsprozesses vor. Umfassende Information und handlungspraktisches Training sind dabei eng verzahnt. Besonders die im bisherigen Prozess der Berufsorientierung herausgestellten Stärken und Potenziale sollen für die zielgerichtete Suche und überzeugende Selbstvermarktung nutzbar gemacht werden. Unter Berücksichtigung der Ausgangslage und Trainingsbedarfe der jeweiligen Gruppe umfasst das Training (25 Unterrichtsstunden) sämtliche für die erfolgreiche Ausbildungsplatzsuche wichtigen Themen. Das Spektrum reicht von der Erprobung effektiver Such- und Kontaktsstrategien über die Erstellung schriftlicher Bewerbungsunterlagen bis hin zur Gestaltung von Vorstellungsgesprächen und dem Umgang mit Absagen. Einzelne Inhalte vermitteln wir in Kooperation mit Ausbildungs-/Personalverantwortlichen aus Unternehmen.